GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Mon, 20 May 2019 07:59:05 +0200 Mon, 20 May 2019 07:59:05 +0200 TYPO3 EXT:news news-954 Wed, 15 May 2019 10:15:22 +0200 Bildungs- und finanzpolitische Tagung mit Fraktionsvorsitzenden des Hessischen Landtags https://www.gew-offenbach.de/home/details/954-bildungs-und-finanzpolitische-tagung-mit-fraktionsvorsitzenden-des-hessischen-landtags/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4192ba4f22dc2fa725da1d84f4df47e4 Mittwoch, 29. Mai 2019 | DGB-Haus Frankfurt Aufbruch im Wandel  oder beharrlich den Mangel  weiter verwalten?

Die GEW diskutiert mit: Fraktionsvorsitzenden des Hesssischen Landtags  

Bettina Wiesmann, MdB CDU (i.V. für Michael Boddenberg)
Mathias Wagner, BÜNDNIS ‘90/DIE GRÜNEN
Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD
René Rock, FDP
Jan Schalauske, DIE LINKE
Maike Wiedwald, Vorsitzende GEW Hessen

Zur Lage der öffentlichen Haushalte | Prof. Dr. Achim Truger, Universität Duisburg-Essen, Sachverständigenrat

Die Veranstaltung ist von der Hessischen Lehrkräfteakademie akkreditiert.

Der Koalitionsvertrag der am 18. Januar gebildeten schwarz-grünen Landesregierung trägt den Titel „Aufbruch im Wandel durch Haltung, Orientierung und Zusammenhalt“. Gemessen an den Forderungen der GEW nach einem 500 Millionen Euro umfassenden Sofortprogramm für den Bildungsbereich stellt die Vereinbarung von Union und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN alles andere als einen Aufbruch dar. Zwar werden hier und da Verbesserungen – etwa im Bereich der Hochschulen – in Aussicht gestellt, aber von wirklich durchgreifenden und substanziellen Veränderungen kann kaum die Rede sein. Zudem stehen fast alle im Koalitionsvertrag verabredeten Maßnahmen unter einem Finanzierungsvorbehalt.

Im Rahmen der Tagung sollen zum einen die finanzpolitischen Spielräume der öffentlichen Haushalte in Hessen vor dem Hintergrund der Schuldenbremse und der aktuellen konjunkturellen Situation ausgelotet werden. Zum anderen sollen die bildungspolitischen Vorhaben der neuen Landesregierung kritisch bewertet und Alternativen diskutiert werden.

Ablauf

ab 9.30 Uhr Offener Beginn

10.00–10.30 Uhr Begrüßung und Einleitung: Bildungspolitik in Hessen – Anspruch und Wirklichkeit | Karola Stötzel, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen

10.30–11.30 Uhr Zur Lage der öffentlichen Haushalte | Prof. Dr. Achim Truger | Universität Duisburg-Essen, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

11.30–13.00 Uhr Arbeitsgruppenphase | Arbeitsbedingungen und Bedarfe in Kitas, Schulen und Hochschulen

13.00–13.30 Uhr Pause

13.30–15.00 Uhr Diskussion

  • Maike Wiedwald, Vorsitzende GEW Hessen
  • Bettina Wiesmann, MdB CDU
  • Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS ‘90/DIE GRÜNEN
  • Thorsten Schäfer-Gümbel, Fraktionsvorsitzender SPD     
  • René Rock, Fraktionsvorsitzender FDP
  • Jan Schalauske, stellv. Fraktionsvorsitzender DIE LINKE  

Moderation: Ludger Fittkau, Landeskorrespondent des Deutschlandradios

Anmeldung

Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 10 Uhr. Für die Vorbereitung (auch für Essen und Getränke) bitten wir um Voranmeldung bis 24. Mai 2019.

 geschaeftsfuehrung@gew-hessen.de
Oder per Post: GEW Hessen, Postfach 17 03 16 60077 Frankfurt

Flyer
Plakat

Bild: Jonas Tebbe, unsplash.com

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news-952 Fri, 10 May 2019 09:34:00 +0200 10.5.2019: GEW-Senior*innen in Frankfurt https://www.gew-offenbach.de/home/details/952-1052019-gew-senior-innen-in-frankfurt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=429ac23e46e32b6584bb4b8ff6fdfcf5 Führung in der Altstadt GEW-Senioren aus OF-Stadt und OF-Land am 10.5.2019 in Frankfurts Altstadt

Unser Stadtführer zeigte nicht nur die „neue“ Altstadt, sondern machte uns die Veränderungen in den Konzeptionen der Stadtplanung nach dem 2. Weltkrieg deutlich: Anfangs (1953)bestand kein Interesse, die Altstadt im ursprünglichen Zustand wieder aufzubauen. Es wurden helle Wohnungen mit großen Fenstern neu gebaut. Später (1983)entstand die Ostzeile des Römerbergs mit nachempfundenen Fachwerkhäusern, die es so früher nie gegeben hat. 

 

Das einzige Fachwerkhaus auf dem Römerberg, das noch original erhalten ist, ist der Wertheimer Hof – auf dem Weg vom Römer zum Eisernen Steg rechts. Er ist leider in Privatbesitz und das letzte Mal vor 50 Jahren saniert worden. Dieses Haus hat die Bombenangriffe im März 1944 fast unbeschadet überstanden, da die Frankfurter Feuerwehr es ununterbrochen mit Mainwasser bespritzt hat, damit der dortige Notausgang aus dem Kellersystem der Altstadt begehbar blieb. Alle anderen Fachwerkhäuser brannten lichterloh. Der Schuttberg von den Steinmauern wurde abtransportiert, zermahlen und zu Bausteinen verarbeitet. Bei den Neubauten wurden teilweise Elemente der Vorgängergebäude eingebaut: Sandsteinverzierungen, Eichenholzreliefs, oder der Vorsprung im 1. Stock. Zwischen dem Römer und dem Dom entstand zunächst ein freier Platz, der später mit modernen Gebäuden, dem technischen Rathaus und der Schirn, bebaut wurde. Es dauerte viele Jahre, bis in der Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt der Abriss des technischen Rathauses und der Neubau der Altstadt mehrheitsfähig war. Dieses Prestigeobjekt hat die Stadt Frankfurt mehr als 200 Millionen Euro gekostet. Es wurden 35 Häuser neu gebaut, 5 davon rekonstruiert  nach alten Vorlagen. Die Anordnung der Häuser und Gassenführung entspricht den alten Plänen. Die Stadt Frankfurt hat die fertigen Wohnungen als Eigentumswohnungen an Privatpersonen verkauft, angeblich nachdem Losverfahren, aber weit unter den Herstellungskosten, wodurch das große Defizit entstand. Viele Wohnungseigentümer vermieten ihre Wohnung jetzt teuer (2000 € kalt für 100 qm), subventioniert vom Steuerzahler. Ob Gastronomie und Geschäfte sich dort halten können, wird sich zeigen. Ein positiver Aspekt der Neugestaltung ist die Aufwertung des Archäologischen Gartens: Die Ausgrabungen aus der Römerzeit (1. Jh.n.C.) und aus Karolinger Zeit (9. Jh. n.C.) haben ein Dach bekommen und sind durch Hinweistafeln und Modelle didaktisch aufbereitet worden. Das Dach ist allerdings schon wieder fragwürdig: Es ist der Boden des neuen Stadthauses, das über dem Archäologischen Garten schwebt. Dieses kann für Veranstaltungen teuer gemietet werden und ist überhaupt nicht ausgelastet. Die Stadt Frankfurt hat viel Geld in das Altstadt-Projekt gesteckt, an dem sich etliche Leute bereichert haben. Die Ausgaben wären im sozialen Wohnungsbau sicher besser angelegt gewesen.  Gerda Günther

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news-949 Mon, 08 Apr 2019 06:01:26 +0200 GEW - Vertrauensleutekonferenz am 15.05.2019 https://www.gew-offenbach.de/home/details/949-gew-vertrauensleutekonferenz-am-15052019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=04585caae99888117f64a6f16899548c Einladung an die GEW-Vertrauensleute an den Schulen im Kreis Offenbach Startseite news-944 Mon, 01 Apr 2019 20:32:50 +0200 Tarifeinigung für die hessischen Landesbeschäftigten https://www.gew-offenbach.de/home/details/944-tarifeinigung-fuer-die-hessischen-landesbeschaeftigten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=70979408499de7e10a08d9b271411f72 Entgelte steigen insgesamt um 8 Prozent Am frühen Freitagmorgen haben sich GEW, ver.di und die anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes mit dem Land Hessen in Dietzenbach auf höhere Einkommen für die rund 45.000 Tarifbeschäftigten des Landes geeinigt.

Die Einkommen der Beschäftigten werden in drei Schritten erhöht. Zum 1. März 2019 steigen die Entgelte im Gesamtvolumen um 3,2 Prozent, zum 1. Februar 2020 um weitere 3,2 und zum 1. Januar 2021 um weitere 1,4 Prozent. Ab dem 1. Januar 2021 liegen die Entgelte durchschnittlich um 8 Prozent höher als im Februar 2019. Die Laufzeit der Regelung beträgt 33 Monate. Ab Oktober 2021 kann über die nächste Entgelterhöhung verhandelt werden.

Der Verhandlungsführer der GEW, Daniel Merbitz, erklärte dazu: „Die Verhandlungen waren zäh und schwierig, weil der Arbeitgeber unsere Forderung nach einem Mindestbetrag zunächst strikt ablehnte. Doch am frühen Morgen konnten wir uns schließlich auf eine Lösung einigen, die dem Ergebnis mit den anderen Bundesländern nahezu entspricht. Dies hält dem Land auch weiterhin die Möglichkeit offen, ernsthaft über eine Rückkehr in die ‚Tarifgemeinschaft deutscher Lander‘ (TdL) zu verhandeln, wie es der Koalitionsvertrag verspricht. Das ist ein sehr positives Ergebnis.“

In Hinblick auf die Eingruppierung von einzelnen Beschäftigtengruppen wurde vereinbart, die bei der TdL getroffenen Verbesserungen zu übernehmen. Für den Organisationsbereich der GEW seien hierbei, so Merbitz weiter, die Verbesserungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst des Landes Hessen herauszuheben und Verbesserungen für bestimmte Beschäftigtengruppen in der EG 9.

Die Vorsitzende der GEW Hessen, Maike Wiedwald, kommentierte: „Erfreulich ist, dass der Innenminister angekündigt hat, das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Das war in der Vergangenheit alles andere als selbstverständlich. Tarifbeschäftigte erhalten auch über 2019 hinaus ein kostenloses Landesticket. Es gibt aber auch Wermutstropfen. Wie in den anderen Bundesländern, wird die Jahressonderzahlung vier Jahre nicht erhöht. Das Land sperrt sich weiter einer Lösung, das Befristungsunwesen an den Hochschulen wirksam einzudämmen.  Unser Vorschlag liegt seit vergangenem Herbst vor. Wir werden an diesem Thema auch nach der Tarifrunde politisch dran bleiben. Daueraufgaben müssen endlich mit Dauerstellen ausgestattet werden!“

Auch die Aufnahme der studentischen Hilfskräfte in den Geltungsbereich des Tarifvertrags hat das Land strikt ablehnt. Damit sei diese Frage keinesfalls vom Tisch, so Wiedwald. Nur weil sich  das Land ignorant verhalte, bleibe der Skandal weiterhin bestehen, dass nämlich für Tausende Beschäftigte des Landes Hessen keine tarifvertraglichen Regelungen gelten.

Die Tarifkommission der GEW hat dem Verhandlungsergebnis zugestimmt.

 

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Arbeitsbedingungen und Gehälter Angestellte Startseite
news-948 Fri, 29 Mar 2019 21:35:00 +0100 Offenbach-Stadt: Kulturabend im Wiener Hof am 29.3.2019 https://www.gew-offenbach.de/home/details/948-offenbach-stadt-kulturabend-im-wiener-hof-am-2932019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c9a4ff0b8bd7460bf845f30cd7558970 Vorstellung von Moritz Stoepel Ehrungen langjähriger Mitglieder  

 

 

 

Ca. 80 Personen waren der Einladung in den Wiener Hof gefolgt. Die Gaststätte hatte wieder ein wunderbares Büffet vorbereitet, bei dem jeder etwas nach seinem Geschmack finden konnte.

 

 

 

 

Nachdem der erste Hunger gestillt war, verfolgten die Gäste mit großer Aufmerksamkeit die faszinierende Vorstellung des Schauspielers Moritz Stoepel, der Texte und Lieder aus verschiedenen Jahrhunderten vortrug, z.B. von Heinrich Heine, Francois Villon, Hermann Hesse, Mascha Koleko, Georges Moustaki. Unter dem Titel „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ führte er auf eine heiter-melancholische, tiefsinnige und absurde Literaturtheaterreise und begeisterte das Publikum durch seine starke Ausdruckskraft, auch auf schwyzer Dütsch oder im Wiener Tonfall.

Im Anschluss wurden langjährige GEW-Mitglieder geehrt. Auf dem Bild (von links):

Barbara Zimelka (50 J.), Hannelore Sommer (50 J.), Jochem Wicklaus (40 J.), Dorith Kramer-Ernst (40 J.), Dr. Wolfgang Christian (40 J.), Ute Schinke (40 J.), Gisela Teichmann (40 J.), Horst Hensel (55 J.), Renate Dichmann (40J.), Edith Geßner (40 J.), Sylvia Harth- El Hawi (40 J.), Siegrun Hast-Laier (40 J.), (nicht auf der Bühne) Winfried Deschauer (40 J.), ganz rechts Gerda Günther vom Kreisvorstand

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news-947 Wed, 27 Mar 2019 18:03:00 +0100 27.3.2019: DGB Senioren auf der Route der Industriekultur https://www.gew-offenbach.de/home/details/947-2732019-dgb-senioren-auf-der-route-der-industriekultur/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f5298fd436409b4341d9a3da792f8215 von Offenbach über Frankfurt nach Rüsselsheim mit Dr. Peter Schirmbeck  

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem voll besetzten Bus startete die Gruppe in Offenbach, begleitet  von Dr. Peter Schirmbeck, dem Initiator der Route der Industriekultur Rhein-Main und Begründer des Industriemuseums in Rüsselsheim, der in seinen Ausführungen die Entwicklung der Industrie und die Veränderungen in der Arbeitswelt erläuterte.

Die Industrie und die wachsende Bevölkerung mussten mit Energie versorgt werden. Die erste Station war daher das neue Offenbacher  Kohlekraftwerk am Nordring, das umweltfreundlich die Abwärme bei der Stromerzeugung in das Fernwärmenetz speist und die Rauchgase weitgehend entgiftet. Da die Kohle mit dem Schiff geliefert wird, liegt es, wie schon das frühere Gaswerk, von dem noch der Jugendstilturm erhalten ist, direkt am Main.

Nach der Überquerung des Mains war die nächste Station die Europäische Zentralbank, die auf dem Gelände der früheren Großmarkthalle errichtet wurde. Die moderne Architektur integriert zwar die alte Halle, die vom Architekten Elsässer in den 1920er Jahren entworfen wurde, zerstört aber doch die Dachkonstruktion. Von der Rampe der Großmarkthalle wurden ab 1942 zehntausend Frankfurter Juden in Güterwagons  verladen und in die Vernichtungslager geschickt. Eine Gedenkstätte dazu ist großenteils außerhalb der EZB gelegen und für Interessierte zugänglich.

Weiter ging es nach Westen zu den Adlerwerken. Das Gebäude steht noch, Stahlbeton mit Klinker verkleidet. Es ist heute an die DB vermietet, die dort Büroräume nutzt. Außerdem ist das Gallustheater in diesem Gebäude untergebracht. Produziert hatten die Adlerwerke z.B. Schreibmaschinen und Motorräder und zwar in hochentwickelter industrieller Arbeitsteilung. In den Jahren des 2. Weltkrieges waren dort viele Zwangsarbeiter eingesetzt, viele starben wegen der schlechten Bedingungen. Dieses KZ wurde Katzbach genannt. Nur eine kleine Gedenktafel erinnert daran.

Das Stadt- und Industriemuseum in Rüsselsheim ist in der ehemaligen Festung untergebracht. Dr. Schirmbeck hat hier nicht nur alte Maschinen zusammengetragen, sondern auch die Arbeitsbedingungen und ihre Veränderungen dargestellt. Im Museum hatte die Gruppe zwei Führungen gebucht, in denen auch klar wurde, was Opel für den Ort Rüsselsheim bedeutet. An den  beiden Opelvillen vorbei, die heute für kulturelle Zwecke benutzt werden, führte ein kurzer Fußweg zum Opelwerk. Bei Opel wurden zunächst Nähmaschinen produziert, dann auch Fahrräder und schließlich Automobile. 1924 wurde das erste Fließband in Deutschland bei Opel aufgebaut. Bereits 1929 wurde das Werk an General Motors verkauft, so dass die Rüstungsproduktion im 2. Weltkrieg und der Einsatz von Zwangsarbeitern mit amerikanischer Unterstützung geschah. Das Opelgelände ist 2,5 qkm groß. Daher hatte die Firma viel Platz, immer wieder Erweiterungsbauten neu zu errichten, so dass sich ein Ensemble entwickelt hat, das die aufeinander folgenden Baustile beinhaltet.   

Der Besuch des Industriemuseums in Rüsselsheim ist auch für Schulklassen sehr zu empfehlen, ebenso Führungen mit Dr. Schirmbeck auf der Route der Industriekultur, speziell verbunden  mit Schifffahrten der Primuslinie im Frankfurter Hafenbereich.

 

 

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news-939 Tue, 12 Mar 2019 17:02:01 +0100 Info aus dem GPRLL Offenbach März 2019 https://www.gew-offenbach.de/home/details/939-info-aus-dem-gprll-offenbach-maerz-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a7c1ac33d35afc316f5b4737b5abfce Mentorenentlastung 8% mehr! Tarifabschluss der TdL Ende der Public-Privat-Partnership (PPP)? Digitalisierung Mentorenentlastung „vergessen“- GEW hilft erfolgreich nach

In der Woche vor der Wahl kündigte Prof. Dr. Lorz auf einer Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden des hessischen Philologenverbandes Hartmann an, die Mentoren von LiV um je eine halbe Pflichtstunde entlasten zu wollen. Als „weiteren Schritt der Entlastung“ feierte dies der konservative Gymnasiallehrerverband auf seiner Homepage. Nach der Wahl schien es weder dem Kultusminister noch der Regierungskoalition wichtig genug, diese minimale Anerkennung auch tatsächlich umzusetzen und entsprechende Lehrerstellen im Haushalt und in der Zuweisung an die Schulen einzustellen. Auch der Philologenverband schien das Thema abgehakt zu haben und verließ sich auf die Zusagen des Ministers, eine Kritik an fehlenden Haushaltsmitteln war jedenfalls nicht zu vernehmen. Als die GEW-Fraktion im Gesamtpersonalrat Offenbach davon erfuhr, kritisierte sie dies in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Schulamt. Nicht wenige Schulen hatten sich schließlich ebenfalls auf die Aussagen des Kultusministers verlassen – und ihre Mentoren mit jeweils einer halben Stunde entlastet. Nach einer Rückfrage der Schulamtsleiterin Frau Meißner im HKM später steht nun fest, dass die Entlastung in der Zuweisung zum neuen Schuljahr hessenweit enthalten und rückwirkend zum 2. Halbjahr erfolgen wird. Der Streit um bessere Arbeitsbedingungen, stärkere Anerkennung und gegen die systematische Überlastung erfordert mehr als eine pressewirksame Ankündigung vor einer Wahl – hier braucht es langen Atem, einen kritischen Blick und stetiges Engagement. Die halbe Mentorenstunde kann hier nur ein Anfang sein – aber zumindest dieser Anfang ist nun gemacht!

 

8% mehr! Tarifabschluss der TdL – starker Aufschlag für den TV-H

Am ersten Märzwochenende kam es zu einer kleinen Überraschung bei den Tarifverhandlungen der TdL, der alle Länder außer Hessen angehören. Gut 8%, mindestens jedoch 240€ mehr lauteten die wichtigsten Eckzahlen der Tarifeinigung. Zusätzlich steigt die Zulage angestellter Lehrkräfte um 75€ monatlich. Diese Zulage soll die Gehaltslücke zu den verbeamteten Kollegen ausgleichen, was gerade in Bundesländern, in denen Lehrkräfte, die nicht in Leitungsfunktion sind, nicht verbeamtet werden, ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit ist. Das Ergebnis soll zeit- und deckungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen werden. Ein Wehrmutstropfen hierbei ist allerdings die ungewöhnlich lange Laufzeit, die mit 33 Monaten beinahe 3 Jahre beträgt. Bei gleichbleibender Inflation erhalten die Kolleginnen und Kollegen im Tarifgebiet der TdL somit trotzdem eine höhere Steigerung ihrer Bezüge, als dies unter Schwarz-Grün in Hessen im Schnitt der Fall war (Aufgrund der Null-Runde 2015 und der lediglich einprozentigen Erhöhung im Folgejahr erhielten hessische Landesbedienstete von ihrem Dienstherren in den letzten 5 Jahren insgesamt lediglich einen Inflationsausgleich). In Hessen steht die entscheidende Verhandlungsrunde erst am 28.03. in Dietzenbach an. Das Ergebnis sollte nicht hinter dem der TdL zurückbleiben. Schließlich trat Hessen aus der Tarifgemeinschaft aus, um besser auf hessische Bedingungen reagieren zu können. Die jedoch sind dank immer noch sprudelnder Steuereinnahmen so gut wie nie zuvor. Hinzu kommt die selbstverschuldete Konkurrenzsituation der Bundesländer um geeignetes Personal – gerade in Zeiten des Lehrermangels ist hier eine deutliche Erhöhung des Tariflohns und die zeit- und inhaltsgleiche Anpassung geboten. Um die Verhandlungen der Tarifkommission zu unterstützen, wird die GEW die in den letzten Wochen gesammelten Unterschriften zu Beginn der Verhandlung an Innenminister Beuth übergeben.        

 

Ende der Public-Privat-Partnership (PPP) im Kreis Offenbach?

Seit 2005 hat der Kreis die Sanierung und Bewirtschaftung seiner Schulen in private Hände gegeben – trotz scharfer Kritik unter anderem der GEW. Das Ergebnis des 15-jährgen Privatisierungsversuchs übertraf dabei unsere Befürchtungen. Statt der geplanten 780 Millionen für Baumaßnahmen und Betrieb, die 2005 prognostiziert wurden, beliefen sich die Kosten auf mehr als eine Milliarde. Zwar sind die Schulen von SKE und Hochtief grundlegend saniert worden und befinden sich, verglichen mit den Schulen vieler umliegender Kreise, in einem guten Zustand. Dass die öffentliche Hand öffentliche Aufgaben besser und vor allem deutlich günstiger bewerkstelligen kann, beweist jedoch das Beispiel des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Hier wurden für die Sanierung von 81 Schulen (zum Vergleich: im Landkreis Offenbach wurden 85 Schulen saniert) mit 455 Millionen Euro weniger als die Hälfte ausgegeben. Der Kreis Offenbach mutierte so vom zweitreichsten Kreis Hessens zum zweitärmsten – und beginnt nun endlich umzudenken. Ab 2020 wird der Kreis die beiden Projektgesellschaften von SKE und Hochtief einschließlich des dort beschäftigten Personals für 2 Jahre zu 100 % übernehmen. In dieser Zeit soll dann geprüft werden, ob eine Eigenbewirtschaftung finanzielle Vorteile bietet. Da der Kreis bisher keinerlei Einblick in die Kostenstruktur der privaten Partner erhalten hat, ist diese Phase notwendig, um im Betrieb entstehende Ausgaben beziffern zu können. Wie es nach dieser 2jährigen Evaluationshase weitergeht, ist allerdings offen, eine nochmalige Privatisierung durch den Verkauf von Anteilen an der Projektgesellschaft ist nicht ausgeschlossen. Die GEW fordert den Kreis auf, diesen Prozess transparent in Hinblick auf einen tatsächlichen Vergleich der Ausgaben zu gestalten! Das Ende des Irrwegs der Privatisierung öffentlicher Aufgaben mag vom Landrat momentan so verkündet werden – damit es tatsächlich soweit kommt, bedarf es aber einer kritischen Begleitung des Prozesses. Für funktionierende Schulgebäude ohne Verschwendung öffentlicher Mittel: Wir bleiben dran!

 

Digitalisierung


Das größte künftige Projekt des Landkreises Offenbach wird laut Landrat Quilling (CDU) auf einer Schulleiterdienstversammlung der digitale Ausbau der Schulen sein. Gleichzeitig verabschiedet sich der Kreis dabei von der bisherigen Idee der kreidefreien Schule durch Activeboards und Computerräumen. Der Weg der Wahl soll nun vielmehr die Förderung sogenannter Tablet-Klassen und die Ausstattung der Schulen mit multifunktionalen Beamern sein. Knackpunkt hierbei ist zum einen die Bereitstellung eines funktionierenden WLAN-Netzes für die Schulen. Für den Breitbandausbau sind jedoch die einzelnen Kommunen zuständig – immerhin 13. Beinahe ebenso groß ist folglich die Vielfalt des Netzangebotes. Ob eine Schule die geplante Ausstattung also vollumfänglich einsetzen kann, liegt an ihrem Standort. Bildungsgerechtigkeit geht anders! Der zweite große Knackpunkt ist der Support bei Problemen. Zwar soll auch hier die PC-Galerie grundsätzlich der Ansprechpartner sein. Einen Teil gerade kleinerer Probleme soll aber bei den IT-Beauftragten der Schulen landen, natürlich ohne dabei über Entlastung zu reden (die das Land Hessen gewähren müsste). Sollte sich die Organisation der Tablet-Klassen an dem Schulversuch der Georg-Büchner-Schule in Jügesheim orientieren (hier sollten die Schülerinnen und Schüler die Geräte selbst anschaffen und zur Not der Förderverein einspringen), hieße dies auch, dass Updates und Ähnliches von den Lehrkräften einzeln aufgespielt werden müssten.

Nicht Thema auf der Veranstaltung war die Einbindung der schulischen Gremien oder die Mitbestimmung durch die Personalräte nach §74 des Hessischen Personalvertretungs-gesetzes (HPVG).   

 

Kontakt

Der Gesamtpersonalrat ist per Email erreichbar. Die Adresse lautet:

Gesamtpersonalrat.ssa.offenbach@kultus.hessen.de

 

 

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Gesamtpersonalrat Startseite
news-936 Fri, 01 Mar 2019 14:51:12 +0100 Lehrer unterstützen Tarifforderungen https://www.gew-offenbach.de/home/details/936-lehrer-unterstuetzen-tarifforderungen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff497b55b5d9730469aa4fef2c561404 Warnstreik der Landesbediensteten In mehreren Bundesländern fanden am Montag und Dienstag Streiks der Landesbediensteten in Schulen, Hochschulen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Landesverwaltungen statt. Auch Lehrerinnen und Lehrer aus Schulen im Kreis Offenbach versammelten sich auf Einladung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), um sich mit den Tarifforderungen der Kolleginnen und Kollegen in den anderen Bundesländern zu solidarisieren und sich über den Stand der Tarifverhandlungen in Hessen zu informieren.

Weitere Informationen siehe www.gew-hessen.de

 

 

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Arbeitsbedingungen und Gehälter Beamte Angestellte Startseite
news-930 Wed, 13 Feb 2019 12:19:42 +0100 Info aus dem GPRLL Offenbach Januar/Februar 2019 https://www.gew-offenbach.de/home/details/930-info-aus-dem-gprll-offenbach-januarfebruar-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3c143566546ccfe1c9d854a9b855b62d Verabschiedung des stellvertretenden Vorsitzenden Michael Köditz Tarifverhandlungen TV-H Lobbyismus an Schulen Lebensarbeitszeitkonto bei befristeten TV-H-Kräften    

Verabschiedung des stellvertretenden Vorsitzenden Michael Köditz 

Nach fast 20 Jahren schied Michael Köditz mit dem Ende seines aktiven Dienstes zum 01. Februar aus dem Gesamtpersonalrat aus. Seit dem Jahr 2000 war er in unterschiedlichen Funktionen für das Gremium tätig. So betreute er zunächst als Angestelltenvertreter die Gruppe der Tarifbeschäftigten, was aufgrund der komplexen, ständigen Änderungen unterworfenen Rechtslage und der Heterogenität im Vergleich zur Gruppe der Beamten ein profundes insbesondere auch juristisches Wissen erfordert. Im Arbeitsschutzausschuss rückte er stets die Belange einzelner Schulen in den Blick, die durch ihre bauliche Situation ein besonderes  Gefährdungspotential für die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen darstellten; nicht zuletzt auch die seiner eigenen, der Käthe-Kollwitz-Schule, deren Asbestsanierung zurzeit noch andauert. Als stellvertretender Vorsitzender des GPRLL scheute er nicht die Auseinandersetzung mit dem Schulamt, um die Mitbestimmungsrechte zu wahren. Schließlich ist besonders Michaels Vorreiterrolle für den Abschluss der Mobbing-Bossing-Dienstvereinbarung hervorzuheben, die maßgeblich ihm zu verdanken ist. Wir wünschen dir, lieber Michael alles Gute und danken dir für deinen enormen Einsatz in den letzten beiden Jahrzehnten!Bis zum Ende des Schuljahres wird der GPRLL-Vorsitz nur noch aus Birte Krenz und Ute Senßfelder bestehen. In dieser Zeit ist das Vorsitzendenteam wie bisher montags von 14 bis 16 Uhr im Schulamt oder jederzeit per Mail erreichbar.  

Tarifverhandlungen TV-H 

Anfang 2019 haben die DGB Gewerkschaften ihre Forderungen zur Tarif- und Besoldungsrunde 2019 mit dem Land Hessen festgelegt. Hauptforderung ist eine Gehaltssteigerung um sechs Prozent mit einer sozialen Komponente: In allen Entgeltgruppen und -stufen sollen die Monatsentgelte um mindestens 200 Euro steigen. Die Laufzeit der Entgelttabellen soll 12 Monate betragen. Bei dieser Forderung orientieren sich die hessischen Gewerkschaften an den gleichlautenden Gewerkschaftsbeschlüssen gegenüber der TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) zur Tarifrunde 2019. In der TdL sind alle Bundesländer außer Hessen Mitglied. Die GEW fordert vom Land Hessen darüber hinaus die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten, denn das Beamtenrecht hat dem Tarifrecht zu folgen. Letzteres gilt auch für die wöchentliche Arbeitszeit. Um eine Anpassung an die tarifrechtlich schon seit 2010 geltende Arbeitszeit vorzunehmen, muss die Pflichtstundenzahl der Lehrkräfte um eine halbe Stunde auf das Niveau einer 40-Stundenwoche reduziert werden. Die voraussichtlich letzte Runde in Hessen ist für den 28./29. März in Dietzenbach geplant. Erfahrungsgemäß kommt es kurz vor einer abschließenden Runde zu Arbeitskampfaktionen und Warnstreiks. In der Tarifrunde geht es um Deine Arbeitsbedingungen, um Dein Gehalt. Dafür lohnt es sich zu kämpfen! Alle Infos auch zu Aktionen rund um die Tarifrunde findet ihr unter www.gew-hessen.de 

Lobbyismus an Schulen  

Die Schultüte einer Supermarktkette, der Fahrradhelm mit dem Aufdruck eines bekannten Möbelgeschäfts als Geschenk, welches in der Filiale abgeholt werden muss, das Bewerbertraining durch eine Krankenkasse, die Unterstützung der Schulfeier durch ein Bankhaus (inklusive Pressefoto vor der Werbebanderole), Stiftungen, die Sportveranstaltungen durchführen oder Schulungen für Lehrkräfte, Arbeitsblätter zum Download eines einer als marktliberal bekannten Partei nahestehenden Instituts bis hin zum Markennamen eines Unternehmens im Schulnamen – die Versuche Dritter, Einfluss auf staatliche Bildung zu nehmen sind vielfältig, bei zunehmender Tendenz. Der Kampf um die Köpfe der Schülerinnen und Schüler wird von findigen Unternehmen und spezialisierten Beraterfirmen längst geführt und er ist hoch lukrativ. Laut Transparency International ist es um ein vierfaches günstiger, Kindern ein bestimmtes Bild eines Unternehmens oder einer Haltung dauerhaft zu vermitteln als ihren Eltern. Der Beutelsbacher Konsens, der das Überwältigungsverbot der Schülerschaft durch Erwachsene „Experten“ festschreibt, gilt zwar der Politiklehrkraft als Richtschnur, nicht jedoch den externen, gewinnorientierten Einflussnehmern. Auch ein neuer, erst im Dezember letzten Jahres bekannt gewordener Erlassentwurf, greift viel zu kurz, um sich dem Problem zu stellen. Für die GEW ist der Schutzraum Schule fundamental für die Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Die GEW-Hessen, insbesondere auch die Fraktion des Hauptpersonalrats, wird diesen gegen alle Versuche der Aufweichung verteidigen. Auch die GEW-Kreisverbände Offenbach-Stadt und -Land werden sich diesem Phänomen verstärkt widmen. Den Auftakt hierzu macht ein Vortrag des Lobbyismusexperten und stellvertretendem Vorsitzenden des GPRLL Wiesbaden René Scheppler am 20.02. bei der halbjährlichen Personalräteschulung in Sprendlingen. Über weitere Veranstaltungen werden wir Sie regelmäßig informieren.  

Lebensarbeitszeitkonto bei befristeten TV-H-Kräften 

Das Lebensarbeitszeitkonto (LAK) ist ein Zeitgutschriftensystem für Beamtinnen und Beamte, Angestellte Lehrkräfte sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen im Schuldienst.Besonderes Augenmerk sollte auf die Situation befristet Angestellter gelegt werden.Ist eine TV-H-Kraft ein ganzes Schuljahr an einer Schule tätig, muss sie diese 26 Stunden (oder ihren Anteil bei Teilzeit) am Ende des Schuljahres in Zeit ausgezahlt bekommen, also abfeiern. Dieser Ausgleich ist durch die Schule zu organisieren. Ist sie nicht das komplette Schuljahr an der Schule tätig gewesen, werden die Stunden am Ende des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt. Achtung: der Anspruch auf Auszahlung verfällt nach 6 Monaten.Daher sollten befristet angestellte Lehrkräfte bereits jetzt zusammen mit Schulpersonalrat und Schulleitung die Art und Weise der Rückgabe zum Ende dieses Schuljahres beraten

Kontakt 

Der Gesamtpersonalrat ist per Email erreichbar. Die Adresse lautet:

Gesamtpersonalrat.ssa.offenbach@kultus.hessen.de

 

 

    

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news-919 Wed, 28 Nov 2018 21:32:34 +0100 A13 für alle, Streikrecht, Unzureichende Erstattung bei Klassenfahrten https://www.gew-offenbach.de/home/details/919-a13-fuer-alle-streikrecht-unzureichende-erstattung-bei-klassenfahrten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f03580a2fa77ca154bd0b0cec2e0b20d Info aus dem GPRLL Offenbach Aktionstag A13 für alle

Bereits zum vierten Mal organisierte die Fachgruppe Grundschule der GEW- Kreisverbände Offenbach Stadt und -Land einen Aktionstag für die Forderung, auch Grundschullehrkräfte mit A13 zu besolden. Dazu trafen sich am 13.11.2018 um 15:00 Uhr ca. 70 Lehrerinnen und Lehrer vor dem Staatlichen Schulamt Offenbach. Ab diesem Tag arbeiten die Kolleginnen und Kollegen der Grundschulen bis zum Ende des Jahres sozusagen umsonst, legt man das Gehalt aller anderen Lehrkräfte zugrunde. Mit Fahnen, Plakaten, Aufklebern, Tassen und einem großen Banner wurde der Forderung nach A13 deutlich Ausdruck verliehen. In ihrer Rede forderte Edeltraud Trinowitz die verantwortlichen Politiker Hessens auf, den Grundschullehrkräften endlich eine angemessene Besoldung zu gewähren, so wie es bereits in anderen Bundesländern passiert oder zumindest angekündigt ist.

Bei Glühwein, Punsch und mit der Kernforderung bedruckten „A13 für alle“-Keksen – nach dem Motto: „Wir wollen nicht die Krümel. sondern den ganzen Keks“ -, und nicht zuletzt auch bei guter Stimmung und Sonnenschein wurde der Schulamtsleiterin Frau Meißner ein offener Brief der Fachgruppe mit der Bitte übergeben, diesen an den zukünftigen Kultusminister weiterzuleiten. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern dafür, dass sie bei dieser Aktion dabei waren. Die vielen Unterschriften für unsere Forderung, die uns von euch geschickt oder persönlich übergeben wurden, werden wir an die zuständigen Landtagsabgeordneten und an alle Landtagsfraktionen weiterleiten und euch hierüber wie auch über weitere Aktionen auf dem Laufenden halten.


Streikrecht: Klage vor Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte

Elf Klägerinnen und Kläger ziehen mit Rechtsschutz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Ihr Ziel: das Streikrecht für Beamtinnen und Beamte. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG ) hatte in seinem Urteil vom 12. Juni die Klagen von vier Lehrerinnen und Lehrern zurückgewiesen. Damit ist der Rechtsweg in Deutschland ausgeschöpft und zum EGMR frei.

„Das Streikrecht ist ein Grund- und Menschenrecht. Es gehört zum Wesen der Demokratie. Das Streikverbot für Beamtinnen und Beamte als Ausdruck ihrer Treuepflicht entspringt dagegen dem obrigkeitsstaatlichen Denken des Kaiserreichs“, begründete GEW-Vorsitzende Marlis Tepe die Entscheidung der Gewerkschaft, nach Straßburg zu gehen. Die GEW vertritt wie im Völkerrecht festgeschrieben die Auffassung, dass es ein Menschenrecht auf Kollektivverhandlungen mit dem Recht auf Streik gibt, um Arbeitsbedingungen fair aushandeln zu können. „Das Streikverbot für Beamtinnen und Beamte in Deutschland steht im Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). In seinem Urteil hat das BVerfG versäumt, das Grundgesetz europa- und menschenrechtsfreundlich auszulegen, und so den Gesetzgeber daran gehindert, deutsches und internationales Recht zu harmonisieren. Die GEW erwartet, dass der EGMR dies korrigieren wird, wie er es schon in früheren Urteilen zum Beamtenstreikverbot in der Türkei getan hat“, betonte Tepe. „Wir wollen Neues gestalten, neue Wege der Teilhabe und der Gemeinsamkeit eröffnen und den Einfluss derjenigen stärken, die tagtäglich in der Schule unschätzbar wertvolle Arbeit leisten.“

Wie lange das Verfahren dauern wird, ist nicht einfach einzuschätzen. Nach den Erfahrungen in anderen Verfahren ist mit einer Entscheidung wohl erst in fünf Jahren zu rechnen.

 

Unzureichende Erstattung bei Klassenfahrten nicht rechtens

Zwischen 2009 und 2018 wurde den Lehrkräften für die Teilnahme an einer Klassenfahrt pro Tag und Nacht 20 Euro für Übernachtung und sonstige Aufwendungen erstattet. Grundlage war der Erlass „Schulwanderungen und Schulfahrten“ aus dem Jahr 2009, der 2018 überarbeitet wurde. In dem Übergangserlass vom 22. Mai 2018 wurden die Pauschale auf schlappe 30 Euro heraufgesetzt, für An- und Abreisetage gibt es nur noch 12 Euro. Dabei ist vollkommen klar, dass man mit diesen Beträgen keine Klassenfahrt bestreiten kann. Rabatte, die durch Freiplätze entstehen, müssen den Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen und können das Land Hessen nicht um seine Verpflichtung bringen, die Kosten für ihre Lehrkräfte zu übernehmen, wenn die ihrer Dienstpflicht nachkommen und an Klassenfahrten teilnehmen. Das heißt aber auch, dass es in den bisherigen Jahren durchaus üblich war, dass die Klassenfahrten nur stattfinden konnten, weil Lehrkräfte einen nicht unerheblichen Teil ihrer Reisekosten selbst übernommen haben oder im schlimmsten Falle sogar ganz auf die Durchführung einer Klassenfahrt verzichtet haben.

Unter GEW Rechtsschutz wurde daher ein Verfahren gegen die unzureichende Erstattung von Reisekosten vorangetrieben. Am 23. Oktober 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht daraufhin entschieden, dass der Reisekostenverzicht dem Grundsatz der Fürsorge eines Dienstherrn entgegensteht. Lehrkräfte würden durch den Reisekostenverzicht dem Konflikt ausgesetzt, die Klassenfahrt entweder ausfallen zu lassen oder in die eigene Tasche greifen zum müssen damit die Klassenfahrt stattfindet. Aus dem Kontext des Urteils lässt sich ableiten, dass ein Pauschalbetrag von 30 Euro für die Nacht und alle Aufwendungen am Tag nicht ausreichen kann, um die tatsächlich entstandenen Reisekosten abzudecken.

Die GEW Rechtsstelle wird im Mitgliederbereich der Website Musterwidersprüche gegen unzureichende Reisekostenerstattungen zur Verfügung stellen. Um sich auf § 8 des Hessischen Reisekostengesetzes berufen zu können muss dargestellt werden, dass die höheren Übernachtungskosten unvermeidbar waren. Fakt ist, dass das Land Hessen in Zukunft mehr Geld in die Hand nehmen muss, wenn es Lehrkräfte rechtskonform zur Durchführung einer Klassenfahrt verpflichten will.

Bewegliche Ferientage 2019/2020

Auch im nächsten Schuljahr gibt es in Hessen wieder vier bewegliche Ferientage, da auch 2019 der Tag der deutschen Einheit in den Herbstferien liegt. Der Gesamtpersonalrat hat einer Vorlage des Amtes zugestimmt, nach der neben dem Rosenmontag und dem Faschingsdienstag (24. und 25.2.2020), sowie die Freitage nach Christi Himmelfahrt (22.5.2020) und Fronleichnam (12.6.2020) im Schulamtsbezirk Offenbach unterrichtsfrei sein werden.


Kontakt


Der Gesamtpersonalrat ist per Email erreichbar. Die Adresse lautet:

Gesamtpersonalrat.ssa.offenbach@kultus.hessen.de



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