Info aus dem GPRLL Offenbach August/September 2019

PR Schulung im Herbst 2019

Drohende Entprofessionalisierung an Grundschulen

Verordnung zu inklusiven Schulbündnissen

LAK bei befristeten TV-H Kräften

PR-Schulung im Herbst 2019

Ein bis zweimal im Jahr lädt die GEW-Fraktion des Gesamtpersonalrats alle Schulpersonalräte zu einer Personalräteschulung ein. Neben der Information über unsere Arbeit und der Schulung in Rechtsfragen steht der Austausch und die Vernetzung der Offenbacher Personalräte der jeweiligen Schulformen im Zentrum der Tagung. Die diesjährige Herbstschulung wird am 23.Oktober von 10:00 bis 15:30 wie gewohnt im HLL in Dreieich stattfinden. Die Einladung wird den Personalräten vor den Ferien zugehen. Sollte die Einladung bis zur letzten Woche vor den Herbstferien nicht an der Schule angekommen sein, bitten wir euch um eine kurze Mail, damit wir Abhilfe schaffen können.

Eine Änderung gibt es im Bereich der Online-Anmeldungen. Seit einiger Zeit sind diese nur über Webseite des Staatlichen Schulamtes möglich, welches dann die Teilnahmebescheinigungen ausstellt und an uns weiterleitet. Das Schulamt wird in Zukunft keine Bescheinigungen mehr im Nachgang ausstellen, sodass eine vorherige Anmeldung der einzige Weg ist, eine offizielle Bestätigung über die Teilnahme zu erhalten. In der Vergangenheit hat es immer wieder Probleme beim Anmeldevorgang gegeben. In diesem Fall rät das Schulamt zu einem Browserwechsel. Sollte dies auch nicht funktionieren, bitten wir um eine kurze Mitteilung per Mail.

 

Durch Grundschullehrermangel droht Entprofessionalisierung an Grundschulen

Hervorgerufen durch den großen Mangel an ausgebildeten GrundschullehrerInnen ist nicht nur in der Stadt und im Kreis Offenbach seit mehreren Jahren zu beobachten, dass immer mehr TV-H-Verträge mit berufsfremden Personen besetzt werden, die  folglich keine abgeschlossene Lehrerausbildung haben. Es ist unbestritten, dass viele davon sehr engagiert ihre Arbeit an den Grundschulen ausführen, allerdings natürlich auch - gerade als Berufsfremde - Anleitung sowie Begleitung durch die dort beschäftigten ausgebildeten Lehrkräfte benötigen. Dies bedeutet für die GrundschullehrerInnen ein zusätzliches Arbeitsaufkommen, welches neben den bereits vielfältigen Aufgaben auch noch geschultert werden muss.

Es gibt keine Zahlen darüber, wie viele Berufsfremde mittlerweile mit einem ersten Vertrag oder auch bereits mit einem Folgevertrag an Grundschulen arbeiten. Daher hat die Fachgruppe Grundschule der GEW Offenbach-Land einen Fragebogen entwickelt, der an alle Grundschulen der Stadt und des Kreises gehen wird, um genaue Zahlen der berufsfremd Beschäftigten zu ermitteln. Ziel der Umfrage ist die Ermittlung der zusätzlichen Belastung von GrundschulkollegInnen, die durch den Einsatz berufsfremd unterrichtender KollegInnen entsteht (z.B. Anleitung und Betreuung, doppelte Klassenführung usw.).

Nähere Infos dazu gibt es bei der nächsten Personalräteschulung am 23.10.2019 in Dreieich in der am Nachmittag tagenden schulformspezifischen Arbeitsgruppe Grundschule.

Die nächste Fachgruppensitzung Grundschule der GEW findet am Mittwoch, 4.12.2019 wie bisher auch von 15.00 bis ca. 16.30/17.00 Uhr in der Wilhelmschule in Offenbach statt.

Save the date: Am 13.11. wird der diesjährige Aktionstag A-13 für alle stattfinden. Über Aktionen in Offenbach informieren wir euch rechtzeitig!

 

 

Verordnung zu inklusiven Schulbündnissen (Amtsblatt 7/19, VOISB)

Die lange erwartete VO liegt endlich vor und ist nun gültig. Nachdem einige ISB schon seit mehr als drei Jahren bestehen (auch außerhalb der sogenannten Modellregionen) verordnet der Kultusminister im Juli 2019, dass bis zum Beginn des Schuljahres 2019/20 in ganz Hessen inklusive Schulbündnisse zu bilden sind. Auf Grundlage des Hessischen Schulgesetzes von 2017 in der Fassung von 2018 gilt die VO bis 31.12.2026.

Inhaltlich findet sich nichts, was nicht schon bekannt war, aber es ist erfreulich, dass wir jetzt auch mit gesetzlicher Grundlage arbeiten. Grundsätzlich bleibt das Problem, dass im ISB nur verteilt werden kann, was bereits von oben (HKM) zugewiesen ist und somit nur die Mangelverwaltung scheinbar demokratisch und unter Teilhabe aller betroffenen Schulen nach unten weitergegeben wird. Auch konzeptionell werden die einzelnen Schulen weitgehend alleingelassen. Es bleibt spannend, was sich bis 2026 tatsächlich ändert und ob die Arbeit für die Weiterentwicklung für die Inklusion, die bisher nicht gesetzlich geregelt war, endlich wertgeschätzt wird.

Die GEW wird Inklusion als Menschenrecht weiterhin kritisch begleiten und sich für gute Arbeitsbedingungen sowohl in den Regelschulen als auch in den Förderschulen einsetzen.

 

Lebensarbeitszeitkonto bei befristeten TV-H-Kräften

Das Lebensarbeitszeitkonto (LAK) ist ein Zeitgutschriftensystem für Beamtinnen und Beamte, angestellte Lehrkräfte sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen im Schuldienst.

Besonderes Augenmerk sollte auf die Situation befristet Angestellter gelegt werden.

Ist eine TV-H-Kraft ein ganzes Schuljahr an einer Schule tätig, muss sie diese 26 Stunden (oder ihren Anteil bei Teilzeit) am Ende des Schuljahres in Zeit ausgezahlt bekommen, darf sie also abfeiern. Dieser Ausgleich ist durch die Schule zu organisieren, was abhängig vom Umfang befristeter Beschäftigungsverhältnisse nicht immer einfach ist. Daher sollten befristet angestellte Lehrkräfte bereits jetzt zu Beginn des Schuljahres zusammen mit Schulpersonalrat und Schulleitung die Art und Weise der Rückgabe innerhalb dieses Schuljahres beraten. Diese muss nicht zwingend in der letzten Schulwoche erfolgen, sondern kann über das Jahr verteilt werden.    

Ist eine TV-H-Kraft nicht das komplette Schuljahr an der Schule tätig gewesen, werden die Stunden am Ende des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt. Eine Auszahlung kann auch erfolgen, wenn die Schule einer für das ganze Schuljahr befristet angestellten Lehrkraft im letzten Schuljahr keinen Zeitausgleich gewährt hat. Für diese Fälle liegt diesem Info noch einmal ein Musterantrag bei. Bitte beachtet, dass der Anspruch auf Auszahlung nach 6 Monaten verfällt.

 

Kontakt

 

Der Gesamtpersonalrat ist per Email erreichbar. Die Adresse lautet:

Gesamtpersonalrat.ssa.offenbach@kultus.hessen.de