Info GPRLL April 2018

Schulentwicklungsplan für den Landkreis Offenbach

Amtsangemessene Besoldung - Neues Urteil

Bessere Bedingungen für Gute Bildung

Frauenförderplan

 

Schulentwicklungsplan (SEP) für den Landkreis Offenbach

Der Kreis Offenbach hat in seiner Funktion als Schulträger einen Entwurf für einen neuen Schulentwicklungsplan erstellt, der in den kommenden Wochen beraten und verabschiedet werden soll. In diesem Plan prognostiziert er Schüler- und Klassenzahlen aller Kreisschulen bis zum Jahr 2027/28 und plant auf dieser Grundlage, ob Schulen vergrößert werden sollen oder es zu Schulneugründungen kommen wird. Nachdem man zwölf (!) Jahre lang trotz absehbarer Fehlplanung keinen neuen SEP auflegte und sich auch aufgrund des PPP-Vertrages mit Hoch-Tief und SKE aus der Verantwortung stahl, stellt man nun fest, dass hier in naher Zukunft ein großes Problem entstehen wird.

Nach den eher konservativen Berechnungen des Kreises werden in den kommenden Jahren fast 5.000 Schülerinnen und Schüler zusätzlich beschult werden. Die Schulen, die vielerorts bereits aus allen Nähten platzen, werden mit diesem Problem jedoch weitgehend alleine gelassen. Nur an jeder 4. Schule plant der Kreis konkrete Maßnahmen, um den steigenden Schülerzahlen zu begegnen, wobei z.T. auch nur vorübergehend angemietete Container das Problem beheben sollen oder auch mal mit der Einbeziehung eines Jugendclubs, der dann seine Räumlichkeiten verlieren würde, auf das Problem reagiert wird. An manchen Schulen sind die geplanten Ausbaumaßnahmen bereits jetzt absehbar nicht ausreichend. Ansonsten sollen Schulen mit Schülerlenkungsmaßnahmen oder besserer Ausnutzung vorhandener Kapazitäten, sprich Umwidmungen von Fachräumen, Wanderklassen o.ä. dafür sorgen, dass alle Schülerinnen und Schüler beschult werden können. Die GEW hält dieses Vorgehen für abenteuerlich und fordert, dass alle Schulen in die Lage versetzt werden, die Schüler ihres Einzugsgebietes auch aufnehmen zu können. Schulen müssen auf der anderen Seite Raumkapazitäten für die großen Aufgaben der Zukunft (Inklusion, Ganztag, Intensiv-Klassen etc.) bereithalten können, anstatt bis zum letzten Quadratmeter für den Regelbetrieb ausgelastet zu werden.

Die GEW fordert den Schulträger auf, Ausbaumaßnahmen oder Schulneugründungen vorzunehmen und pädagogisch kontraproduktive Großsysteme zu vermeiden!

Auch fordern wir, dass von Baumaßnahmen betroffene Schulen frühzeitig in die Planungen einbezogen werden, damit die öPR ihre im HPVG garantierten Mitbestimmungsrechte bei der Gestaltung der Arbeitsplätze wahrnehmen können. 

Die GEW hat allen Personalräten der Schulen des Kreises eine Stellungnahme zum SEP-Entwurf zukommen lassen. Sie ist auch unter www.gew-offenbach.de abrufbar.

 

Amtsangemessene Besoldung – neues Urteil

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat eine Klage von zwei hessischen Beamten als unbegründet abgewiesen, die nach den Sparrunden der letzten Jahre der Ansicht waren, dass die hessische Besoldung verfassungswidrig sei. Damit zeigt sich, dass die Einschätzung der GEW richtig war, dass die vom Bundesverfassungsgericht gemachten Vorgaben von der Landesregierung nicht unterschritten wurden und eine Klage (und damit die Widersprüche gegen die Besoldung) somit keine Aussicht auf Erfolg haben werde. Weiterhin gilt:

Wer Besoldungserhöhungen einklagen will, wird nur ein absolutes Minimum erreichen und immer weiter von der Lohnentwicklung in anderen Bereichen abgekoppelt. Für eine angemessene Wertschätzung unserer Arbeit müssen wir politisch (!) streiten!                                                                                         

Gute Bildung braucht bessere Bedingungen-  Save the date!

Überlastungsanzeigen, Demos für A-13 für alle, Kampagnen gegen die miserablen räumlichen Bedingungen an vielen hessischen Schulen, Aktionen für eine Inklusion, die diesen Namen auch verdient, für eine Verringerung der Pflichtstundenzahl und für kleinere Klassen- die GEW kämpft an vielen Stellen für bessere Arbeitsbedingungen. Jetzt, da die Landtagswahl ihre Schatten vorauswirft, werden wir mit vielen Aktionen in ganz Hessen auf die Missstände im hessischen Schulwesen aufmerksam machen. Den Auftakt hier in Offenbach macht dazu eine Kundgebung am 23.05. am Stadthof Offenbach (hinter dem Rathaus). Wir rufen alle Lehrerinnen und Lehrer aus Stadt und Kreis Offenbach auf, gemeinsam mit uns zwischen 15:30 und 17:00 Uhr für ein starkes Zeichen für bessere Bildungsbedingungen zu setzen. Nähere Infos folgen in einem separaten Aufruf!

 

Frauenförderplan

Die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten beinhaltet, die Gleichstellung von Frauen zu verbessern. Sie sollte sich für die folgenden Ziele des Hessischen Gleichstellungsgesetzes (HGLG) einsetzen: für eine Herstellung der verfassungsrechtlich gebotenen Chancengleichheit von Frauen und Männern, für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für die Beseitigung einer bestehenden Unterrepräsentanz von Frauen im öffentlichen Dienst. Sie überwacht, soweit es um Benachteiligungen wegen des Geschlechts geht, die Durchführung des HGLG und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).

Die Frauenbeauftragte ist direkte Anlaufstelle im Staatlichen Schulamt für Kolleginnen und Kollegen, die Probleme an ihrem Arbeitsplatz bezüglich der Chancengleichheit haben. Sie kann auch direkt angerufen werden. (Gabriele Brandt, Tel.: 069 80053-270, Email: Gabriele.Brandt@kultus.hessen.de).

Der Frauenförderplan ist das Instrument zur Umsetzung der oben genannten Aufgaben. Er sollte diese Ziele berücksichtigen, insbesondere auch Maßnahmen aufzeigen, die die Verbesserung der Situation der Geschlechter für den Schulamtsbereich von Offenbach-Stadt und -Land zur Aufgabe haben. Ende letzten Jahres ist ein neuer Frauenförderplan erarbeitet worden, der diesen Anforderungen nicht genügt, denn er beinhaltet lediglich eine Feststellung des Istzustandes des prozentualen Frauenanteiles in den verschiedenen Schulformen und bietet keine konkreten Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen für die oben genannten Grundsätze.

 

Kontakt

 

Der Gesamtpersonalrat ist per Email erreichbar: Gesamtpersonalrat.ssa.offenbach@kultus.hessen.de