Überlastungsanzeigen, Raum- und Personalnot, Inklusive Schulbündnisse

Info aus dem Personalrat

Liebe Kollegen,

nach hoffentlich erholsamen Ferien hat uns nun der schulische Alltag wieder. In diesem Jahr sind wir natürlich sehr gespannt, inwieweit die Versorgung der Kollegen mit Dienstausweisen, die dann als Jobticket genutzt werden können, funktioniert und werden den Prozess mit kritischem Blick begleiten. Auch darf man gespannt sein, ob nach den vor Kurzem eingeführten Beauftragten für Extremismus, sexuelle Übergriffe und Inklusion weitere Aufgabenbereiche von Seiten des HKM geschaffen werden, die zwar sinnvoll sind, für die aber natürlich keine Entlastung zum Beispiel durch Deputate vorgesehen sind. Die vielen Überlastungsanzeigen scheinen nur sehr bedingt zu einem Umdenken zu führen, auch hier bleiben wir natürlich am Ball, um das zu ändern.

Für das Staatliche Schulamt freuen wir uns sehr, dass es nun zum ersten Mal seit langer Zeit alle Stellen hat besetzen dürfen. Von einem vollbesetzten Amt erwarten wir uns natürlich spürbar schnellere Bearbeitungszeiten, was allen Beschäftigten zu Gute kommt.

Nun aber erst einmal einen weiterhin erfolgreichen Start an euren Schulen,

eure GEW-Fraktion im GPRLL Offenbach

Neues aus dem GPRLL

Die GEW-Fraktion arbeitet in diesem Jahr mit einigen personellen Veränderungen. Für Andrea Neise rückt im ersten Halbjahr Karen Miller in den Gesamtpersonalrat nach, ab dem zweiten Halbjahr wird Martina Billy Teil des Gremiums sein. Heidi Ballmann wird während ihres Sabbatjahres durch Johanna Wetter vertreten. Dadurch ändern sich die Zuständigkeiten der GEW-Fraktion. Ihr findet eure Ansprechpartner für dieses Schuljahr auf dem grünen Infoblatt.

Gymnasien / Überlastungsanzeigen

Die Kolleginnen und Kollegen an den Gymnasien bringen weiterhin ihre Belastungen zum Ausdruck. Im Sommer haben die Ricarda-Huch-Schule und die Dreieichschule eine Überlastungsanzeige an den Kultusminister geschickt. Damit haben inzwischen sieben der zehn Gymnasien des Schulamtsbezirkes Offenbach eine Überlastungsanzeige verfasst. Inhaltlich gibt es Überschneidungen, die kaum überraschen: zu große Klassen in zu kleinen Räumen, mangelhafte Ausstattung, eine steigende Zahl an Anforderungen und Zusatzaufgaben ohne Entlastung, Folgen für Gesundheit der Lehrkräfte, um nur einige zu nennen. Frau Meißner führt weiterhin Gespräche mit den Personalräten und Schulleitungen und trägt die Anliegen ans HKM weiter, doch Lösungen auf die vielschichtigen Probleme sind noch nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil – zu Beginn dieses Schuljahres wurden weitere Zusatzaufgaben an die Gymnasien herangetragen. So mussten z.B. Beauftragte für Extremismus und sexuelle Übergriffe gefunden werden und der Umgang mit inklusiv beschulten Kindern und Jugendlichen stellt nun auch die Gymnasien vor komplexe Aufgaben.

Räumliche und personelle Situation an den Schulen

Auch in diesem Schuljahr sind steigen die Schülerzahlen moderat auf nun über 48.000. Laut Schulamt ist die Grundunterrichtsversorgung abgesichert. Von den 152 neu zu besetzenden Planstellen konnten 135 besetzt werden, offene Stellen finden sich vor allem an den Grundschulen, wodurch sich gerade in diesem Bereich, mit sehr hoher Pflichtstundenzahl und sehr heterogener Schülerschaft ohnehin schon besonderen Belastungen ausgesetzt, die Personalsituation nicht entspannen wird. Ob sich die Hoffnungen des Schulamtes erfüllen, die offenen Stellen mit Bewerbern aus Süddeutschland zu besetzen, bleibt abzuwarten.

Große Probleme bereiten die seit Jahren steigenden Schülerzahlen auch im Hinblick auf Klassenräume und ausreichend große Lehrerzimmer. Die GEW wird sich daher verstärkt für eine spürbare Verbesserung des Raumangebots an den Schulen sowie eine zügige Sanierung aller Schulen in der Stadt Offenbach einsetzen.

Inklusive Schulbündnisse (ISB)

Zum Thema Inklusion lässt sich berichten, dass sich die inklusiven Schulbündnisse im Schulamtsbereich OF ab diesem Schuljahr in der Implementierungsphase befinden (in den Sommerferien hat diesbezüglich eine Schulleiterdienstversammlung stattgefunden, die Weitergabe der Information soll über die Schulleitungen erfolgen).

Für die Umsetzung der ISBs sind 16 zusätzliche Stellen für Stadt und Landkreis Offenbach geplant. Neben den Deputaten für eine Vorbereitungsgruppe der Bündniskonferenzen sollen die meisten Stunden der erwähnten zusätzlichen Stellen aber für die Förderung der Schülerinnen und Schülern verwendet werden. Da die 16 Stellen zur Zeit nicht alle besetzt werden können, soll den Kollegen der Regelschulen, die Schüler des Förderbereichs Geistige Entwicklung (GE) in ihren Klassen unterrichten, eine „Koordinationsstunde“ gewährt werden (als Sonderzuweisung nur für das Schuljahr 2017/18). Dies wird den Schulleitungen der jeweiligen Schulen schriftlich von Herrn Knecht mitgeteilt. Für uns Personalräte ist es sicherlich interessant, im nächsten Monatsgespräch einmal nachzufragen, wie viele Kollegen an unseren Schulen GE-Schüler unterrichten und ob allen diese den Schulen zugewiesene Koordinierungsstunde gewährt wurden.

Kontakt

Der Gesamtpersonalrat ist per Email erreichbar. Die Adresse lautet:

Gesamtpersonalrat.ssa.offenbach@kultus.hessen.de